Kommt kognitive Verhaltenstherapie (KVT) für mich infrage?

  • Wenn Sie unter Ängsten leiden, z.B. Angst vor Ablehnung durch andere oder Angst vor „Versagen“ oder nicht klar fassbarer Angst,
  • wenn Sie sich häufig ärgern „müssen“,
  • wenn Sie häufig deprimiert, missmutig, unzufrieden sind,
  • wenn Sie vollkommen erschöpft sind, weil Sie ständig versuchen, es allen recht zu machen (und es Ihnen trotzdem nicht gelingt),
  • wenn Sie hoch leistungsorientiert sind, immer perfekt sein wollen (und kurz vor dem „Burn-out“ stehen),
  • bei Fragen der Lebenszielplanung,
  • wenn Sie sich immer wieder minderwertig fühlen,
  • bei Panikgedanken und Zukunftsangst,
  • wenn Sie schlecht „Nein“ sagen können,
  • bei psychosomatischen Erkrankungen,
  • bei Essstörungen etc.

 

Alle hier aufgezählten Symptome weisen auf ein emotionales Problem hin.

Ein emotionales Problem liegt vor, wenn jemand in bestimmten Situationen, bei bestimmten Personen, Entscheidungen oder Dingen unter unangemessen starken, belastenden Gefühlen wie Angst, Panik, Ärger, Wut, Verzweiflung, Deprimiertheit oder Scham leidet.

In der KVT geht es darum zu verstehen, wie Gefühle entstehen und welche Einflussmöglichkeiten jeder Einzelne hat. Hierzu wird das „kognitive Modell der Emotionsentstehung“ erarbeitet.

In der Regel lassen sich bestimmte Denkmuster identifizieren, die zu den emotionalen Problemen geführt haben. (Bsp.: „Nur Menschen, die bei anderen beliebt sind, sind wertvolle Menschen.“) Diese bewussten und unbewussten Denkmuster des Patienten werden in der Therapie rekonstruiert und daraufhin überprüft, ob sie rational (= von der Vernunft bestimmt), zielführend und funktional sind.

Um die emotionalen Probleme zu bessern oder ganz zu beheben, ist es sinnvoll, neue funktionale Konzepte zu erarbeiten und aufzubauen.

In der letzten Therapiephase werden diese neuen Bewertungen schließlich zunächst in der Vorstellungsebene und dann auf der Verhaltensebene (d.h. In Situationen außerhalb der Therapie) trainiert.

Grundlage des gesamten Therapieprozesses ist eine individuelle Lebenszielanalyse und Lebenszielplanung.

Zusammenfassend geht es also darum, ungünstige oder krank machende (Denk-) Konzepte zu erkennen, neue Konzepte oder Denkmuster aufzubauen und diese neuen Konzepte zu trainieren.

KVT betont die Eigenverantwortung jedes Einzelnen und lehnt es ab, dem Patienten vermeintlich allgemeingültige Normen und Werte vorzugeben. Alle persönlichen Sichtweisen können in der Therapie vorurteilsfrei disputiert werden: „Selber denken macht schlau“. (Stavemann, 2008)


KVT ist ein besonders effektives, wissenschaftlich untersuchtes Therapieverfahren mit nachgewiesener Effizienz und Wirkung. Sie ist gleichzeitig die modernste und wirksamste Form der Verhaltenstherapie.

Übungen und Hausaufgaben sind wesentliche Bestandteile der Therapie, da sie das Neu- und Umlernen fördern und den Therapieerfolg maßgeblich erhöhen. Alles, was der Patient zu Hause erledigt, muss nicht in der Therapiestunde gemacht werden - u.a. hierdurch wird KVT so effektiv und man erreicht das Therapieziel innerhalb kürzerer Zeit (i.d.R. 20 bis 45 Sitzungen).

Ablauf der Therapie

Sie haben die Möglichkeit, telefonisch (Mail-Box - ich rufe Sie zurück) oder per E-Mail Kontakt zu mir auf zu nehmen.

In einem Erstgespräch kann geklärt werden, ob eine kognitive Verhaltenstherapie sinnvoll sein könnte. Sollte dies der Fall sein, schließt sich eine umfassende diagnostische Phase (drei bis fünf Sitzungen) an, an deren Ende ein individueller Behandlungsplan steht. Dieser wird dem Patienten in einem Therapieplanungsgespräch vorgestellt.

Im Anschluss hieran können Sie sich die Zeit nehmen, den Therapievorschlag in Ruhe zu überdenken und sich für oder gegen die Therapie zu entscheiden.

Sollten Sie sich für die Therapie entscheiden, erfolgt diese in wöchentlichen Sitzungen à 50 Minuten.